Was macht ein*e Prokurist*in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle eines/einer Prokurist*in beinhaltet die Vertretung des Unternehmens in rechtlichen und geschäftlichen Angelegenheiten. Prokurist*innen sind befugt, im Namen der Firma Verträge zu unterzeichnen und Entscheidungen zu treffen, die das operative Geschäft betreffen. Diese Verantwortung erfordert ein tiefes Verständnis der Unternehmensziele und -richtlinien.
Ein*e Prokurist*in arbeitet eng mit der Geschäftsführung zusammen und trägt maßgeblich zur strategischen Planung und Umsetzung von Unternehmenszielen bei. Sie sind oft in die Entwicklung langfristiger Geschäftsstrategien involviert und müssen in der Lage sein, komplexe Probleme zu analysieren und praktikable Lösungen zu entwickeln.
Die Position erfordert ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten, da Prokurist*innen häufig als Schnittstelle zwischen verschiedenen Abteilungen und externen Partnern fungieren. Sie müssen in der Lage sein, Verhandlungen zu führen und Konflikte zu lösen, um die Interessen des Unternehmens zu wahren.
Darüber hinaus ist ein hohes Maß an Integrität und ethischem Bewusstsein erforderlich, da Prokurist*innen regelmäßig mit sensiblen Informationen und bedeutenden finanziellen Entscheidungen betraut werden. Eine fundierte finanzielle und rechtliche Expertise ist für die Ausführung dieser Rolle unerlässlich.
Anforderungen an eine*n Prokurist*in
- Umfassende Kenntnisse im Wirtschafts- und Handelsrecht
- Erfahrung in der strategischen Planung und Unternehmensführung
- Starke Fähigkeit zur Analyse und Problemlösung
- Exzellente Kommunikations- und Verhandlungsfähigkeiten
- Erfahrung im Umgang mit finanziellen Berichten und Budgetierung
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie eine schwierige Verhandlung erfolgreich abgeschlossen haben. Welche Techniken haben Sie verwendet?
- Wie gehen Sie mit komplexen rechtlichen Dokumenten um, die Sie unterzeichnen müssen?
- Erzählen Sie von einem Mal, als Sie eine strategische Entscheidung treffen mussten, die nicht populär war. Wie haben Sie Ihre Entscheidung kommuniziert?
- Beschreiben Sie einen Vorfall, bei dem Sie schnell handeln mussten, um ein Problem zu lösen. Was war das Ergebnis?
- Wie priorisieren Sie Ihre Aufgaben, wenn Sie unter hohem Druck stehen?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrungen haben Sie in der Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung gemacht?
- Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Entscheidungen mit den Unternehmenszielen übereinstimmen?
- Welche rechtlichen Kenntnisse bringen Sie mit, die für die Rolle als Prokurist*in relevant sind?
- Wie gehen Sie mit Interessenkonflikten innerhalb der Organisation um?
- Welche Methoden verwenden Sie, um die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens zu beurteilen?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Ihre Kollegen Ihre Arbeitsweise beschreiben?
- Was motiviert Sie in Ihrer beruflichen Laufbahn am meisten?
- Wie gehen Sie mit Feedback um, das negativ oder konstruktiv ist?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie Ihre Integrität unter Beweis stellen mussten.
- Wie schaffen Sie es, in stressigen Zeiten ausgeglichen zu bleiben?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Prokurist*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.