Was macht ein*e Hippotherapeut*in und worauf müssen Sie achten?
Hippotherapie ist eine Form der Physiotherapie, die das therapeutische Reiten nutzt, um Patienten zu helfen, ihre motorischen Fähigkeiten und ihr Gleichgewicht zu verbessern. Diese Therapieform ist besonders hilfreich für Menschen mit neurologischen oder physischen Einschränkungen. Durch die Interaktion mit dem Pferd werden nicht nur körperliche, sondern auch psychische Fortschritte erzielt.
Ein*e Hippotherapeut*in arbeitet eng mit Patient*innen zusammen, um individuell angepasste Therapiepläne zu erstellen. Dabei wird das Pferd als zentrales Element der Therapie eingesetzt, um Bewegungen zu fördern und das Gleichgewicht zu verbessern. Die Arbeit erfordert nicht nur physiotherapeutisches Fachwissen, sondern auch Einfühlungsvermögen und Erfahrung im Umgang mit Pferden.
In der täglichen Arbeit muss der*die Hippotherapeut*in sicherstellen, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden, um sowohl die Sicherheit der Patient*innen als auch der Pferde zu gewährleisten. Dies beinhaltet die Pflege und das Training der Pferde sowie die Überwachung des Therapieprozesses.
Darüber hinaus spielen administrative Aufgaben eine Rolle, wie die Dokumentation der Therapieerfolge und die Kommunikation mit anderen Gesundheitsdienstleistern, um eine ganzheitliche Betreuung der Patient*innen zu gewährleisten. Eine gute Zusammenarbeit im Team ist daher essentiell.
Anforderungen an eine*n Hippotherapeut*in
- Abschluss in Physiotherapie oder vergleichbare Qualifikation mit Spezialisierung auf Hippotherapie.
- Erfahrung im therapeutischen Reiten und im Umgang mit Pferden.
- Fähigkeit, individuelle Therapiepläne zu erstellen und anzupassen.
- Kenntnis von Sicherheitsvorschriften im Umgang mit Patient*innen und Pferden.
- Starke Kommunikationsfähigkeiten und Teamfähigkeit.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Wie gehen Sie vor, wenn ein*e Patient*in während der Therapie unerwartet ängstlich wird?
- Beschreiben Sie, wie Sie die Sicherheit während einer Therapiesitzung gewährleisten.
- Welche Schritte unternehmen Sie, um die Fortschritte eines*einer Patient*in zu dokumentieren?
- Wie organisieren Sie Ihre tägliche Arbeit, um sowohl den Bedürfnissen der Pferde als auch der Patient*innen gerecht zu werden?
- Was würden Sie tun, wenn ein Pferd während einer Sitzung nicht kooperativ ist?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrungen haben Sie mit der Anwendung von Hippotherapie bei neurologischen Erkrankungen?
- Wie wählen Sie geeignete Pferde für die Therapie aus?
- Erzählen Sie von einer erfolgreichen Therapiesitzung und was Ihrer Meinung nach zum Erfolg beigetragen hat.
- Wie integrieren Sie andere therapeutische Maßnahmen in Ihre Arbeit mit der Hippotherapie?
- Welche Herausforderungen sehen Sie in der Hippotherapie und wie gehen Sie mit diesen um?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie bleiben Sie motiviert, wenn Sie mit schwierigen Patient*innen arbeiten?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie unter Druck arbeiten mussten. Wie sind Sie damit umgegangen?
- Wie gehen Sie mit Kritik um und wie nutzen Sie sie für Ihre persönliche Entwicklung?
- Welche Eigenschaften machen Sie zu einem*einer guten Hippotherapeut*in?
- Wie schaffen Sie eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihren Patient*innen?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Hippotherapeut*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.