Was macht ein*e Tierernährungsberater*in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle der Tierernährungsberater*in ist vielfältig und anspruchsvoll. Sie umfasst die Beratung von Tierhalter*innen und Landwirtschaftsbetrieben in Fragen der optimalen Ernährung von Haustieren und Nutztieren. Dabei wird großer Wert auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Tiere gelegt. Eine fundierte Kenntnis der Nährstoffe und deren Wirkung auf den tierischen Organismus ist unerlässlich.
Tierernährungsberater*innen arbeiten eng mit Landwirt*innen, Tierärzt*innen und Futtermittelhersteller*innen zusammen, um maßgeschneiderte Fütterungskonzepte zu entwickeln. Sie analysieren bestehende Futterpläne und optimieren diese unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die Schulung und Weiterbildung von Tierhalter*innen. Durch Workshops, Seminare oder individuelle Beratungsgespräche vermitteln Tierernährungsberater*innen wertvolles Wissen über artgerechte Fütterung und die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung.
Die Tätigkeit erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch Kommunikationsstärke und Einfühlungsvermögen, um die Bedürfnisse der Tiere und ihrer Halter*innen zu verstehen und entsprechende Ernährungslösungen anzubieten.
Anforderungen an eine*n Tierernährungsberater*in
- Abgeschlossenes Studium in Tierwissenschaften, Agrarwissenschaften oder einer vergleichbaren Fachrichtung.
- Umfangreiche Kenntnisse in der Tierernährung und Futterwirtschaft.
- Erfahrung in der Beratung von Tierhalter*innen und landwirtschaftlichen Betrieben.
- Fähigkeit zur Erstellung und Optimierung individueller Fütterungskonzepte.
- Stark ausgeprägte Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie einen Futterplan für einen landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich optimiert haben.
- Wie gehen Sie vor, wenn ein Tierhalter eine Futterumstellung aufgrund von gesundheitlichen Problemen seines Tieres anstrebt?
- Erzählen Sie von einer Herausforderung, die Sie in der Zusammenarbeit mit Futtermittelhersteller*innen hatten und wie Sie diese gelöst haben.
- Wie würden Sie einem/r Landwirt*in vermitteln, dass eine Anpassung des Fütterungsplans nötig ist, um die Tiergesundheit zu verbessern?
- Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um über die neuesten Entwicklungen in der Tierernährung informiert zu bleiben?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrungen haben Sie in der Beratung von Tierhalter*innen bezüglich der Ernährung von Nutztieren?
- Wie schätzen Sie die Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Tierernährung ein?
- Welche Strategien verwenden Sie, um die Akzeptanz neuer Futterpläne bei Tierhalter*innen zu erhöhen?
- Können Sie ein Beispiel für ein erfolgreiches Projekt in der Tierernährungsberatung nennen?
- Wie gehen Sie mit Konflikten zwischen wirtschaftlichen Interessen und optimaler Tierernährung um?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie reagieren Sie auf Kritik von Kund*innen und wie nutzen Sie diese für Ihre persönliche Weiterentwicklung?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie unter hohem Druck arbeiten mussten. Wie sind Sie damit umgegangen?
- Welche Eigenschaften eines Teams sind Ihnen besonders wichtig und warum?
- Wie würden Sie Ihren Kommunikationsstil beschreiben und warum ist er effektiv?
- Was motiviert Sie besonders in Ihrer Arbeit als Tierernährungsberater*in?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Tierernährungsberater*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
Mit OnApply automatisieren Sie die Terminfindung. Legen Sie Ihre eigene Verfügbarkeit, sowie die Verfügbarkeiten Ihrer Kollegen fest und machen den gesamten Planungsprozess um 50% schneller. So optimieren Sie den Bewerbungsprozess und konzentrieren sich auf das Wesentliche – die besten Talente.
Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.