Was macht ein*e Haus- und Familienpfleger/-in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle eines/einer Haus- und Familienpfleger/-in ist von zentraler Bedeutung für die Unterstützung von Familien im Alltag. Diese Fachkräfte sind verantwortlich für die Pflege und Betreuung von Menschen in ihrem häuslichen Umfeld, insbesondere von älteren Personen, Menschen mit Behinderung oder Familien mit besonderen Bedürfnissen. Sie helfen nicht nur bei der Körperpflege und dem Haushalt, sondern leisten auch emotionale Unterstützung.
Haus- und Familienpfleger/-innen arbeiten eng mit anderen Fachkräften zusammen, um die bestmögliche Betreuung zu gewährleisten. Sie erstellen individuelle Pflegepläne und passen diese an die sich ändernden Bedürfnisse ihrer Klient/-innen an. Ihre Arbeit erfordert ein hohes Maß an Empathie, Geduld und Kommunikationsfähigkeit.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist die Förderung der Selbstständigkeit ihrer Klient/-innen. Haus- und Familienpfleger/-innen motivieren und unterstützen ihre betreuten Personen dabei, so viel wie möglich selbst zu erledigen, um deren Selbstbewusstsein und Lebensqualität zu steigern.
Darüber hinaus übernehmen sie administrative Aufgaben wie die Dokumentation von Pflegeleistungen und die Kommunikation mit Angehörigen und medizinischem Fachpersonal. Dies erfordert gute organisatorische Fähigkeiten und die Fähigkeit, in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.
Anforderungen an eine*n Haus- und Familienpfleger/-in
- Abgeschlossene Ausbildung als Haus- und Familienpfleger/-in oder in einem vergleichbaren Berufsfeld.
- Erfahrung in der Betreuung und Pflege von Menschen in häuslichen Umgebungen.
- Kenntnisse in der Erstellung und Umsetzung individueller Pflegepläne.
- Starke Kommunikationsfähigkeiten und die Fähigkeit, in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren.
- Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal und Angehörigen.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie erfolgreich eine umfassende Pflege für eine Person mit besonderen Bedürfnissen organisiert haben. Was waren die größten Herausforderungen?
- Wie gehen Sie vor, wenn sich die gesundheitliche Situation einer Ihrer Klient/-innen plötzlich ändert?
- Erzählen Sie von einer Erfahrung, in der Sie Konflikte in einer Familie gelöst haben, in der Sie gearbeitet haben. Was war Ihre Herangehensweise?
- Wie würden Sie den Tagesablauf für eine Person mit eingeschränkter Mobilität strukturieren?
- Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um das Wohlbefinden und die Sicherheit Ihrer Klient/-innen im häuslichen Umfeld zu gewährleisten?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrungen haben Sie in der Pflege von älteren Menschen oder von Menschen mit besonderen Bedürfnissen?
- Wie gehen Sie mit der emotionalen Belastung um, die mit der Pflegearbeit verbunden sein kann?
- Welche Strategien nutzen Sie, um eine gute Beziehung zu Ihren Klient/-innen und deren Familien aufzubauen?
- Beschreiben Sie Ihre Erfahrung mit der Erstellung und Anpassung von Pflegeplänen.
- Wie bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen und Techniken in der Pflege auf dem Laufenden?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Sie Ihre Fähigkeit zur Empathie beschreiben, und wie setzt sich diese in Ihrem Arbeitsalltag um?
- Was motiviert Sie, in der Pflegebranche zu arbeiten?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie unter hohem Druck gearbeitet haben. Wie haben Sie die Situation gemeistert?
- Welche Werte sind Ihnen in Ihrer täglichen Arbeit als Haus- und Familienpfleger/-in besonders wichtig?
- Wie gehen Sie mit Kritik um, und wie nutzen Sie diese, um sich weiterzuentwickeln?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Haus- und Familienpfleger/-in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.