Was macht ein*e Genesungsbegleiter*in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle der Genesungsbegleiter*innen ist von zentraler Bedeutung im Gesundheitswesen, insbesondere im Bereich der psychosozialen Unterstützung. Sie arbeiten eng mit Klient*innen zusammen, die sich in einem Heilungsprozess befinden, und bieten emotionale Unterstützung, Orientierung und praktische Hilfe an. Ihre Aufgabe ist es, den Klient*innen dabei zu helfen, sich von psychischen Erkrankungen zu erholen und ihre Lebensqualität zu verbessern.
Genesungsbegleiter*innen nutzen ihre eigenen Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen und Genesungsprozessen, um eine authentische und einfühlsame Unterstützung zu bieten. Dadurch schaffen sie eine vertrauensvolle Umgebung, in der Klient*innen offen über ihre Herausforderungen sprechen können. Diese Erfahrung kann besonders wertvoll sein, da sie Verständnis und Hoffnung vermittelt.
Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist die Zusammenarbeit mit einem multidisziplinären Team aus Ärzt*innen, Therapeut*innen und Sozialarbeiter*innen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, umfassende Unterstützungspläne zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Klient*innen ganzheitlich berücksichtigt werden. Genesungsbegleiter*innen tragen dazu bei, die Kluft zwischen professioneller Unterstützung und dem täglichen Leben der Klient*innen zu überbrücken.
Neben der direkten Unterstützung der Klient*innen engagieren sich Genesungsbegleiter*innen auch in der Aufklärung und Sensibilisierung für psychische Gesundheit. Sie fördern ein tieferes Verständnis und brechen Stigmata, indem sie ihre Geschichten teilen und für die Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen eintreten. Ihre Arbeit ist nicht nur therapeutisch, sondern auch gesellschaftlich bedeutend.
Anforderungen an eine*n Genesungsbegleiter*in
- Erfahrung in der Arbeit mit Menschen, die psychische Erkrankungen durchleben.
- Fähigkeit, eigene Erfahrungen als Teil des Genesungsprozesses zu nutzen.
- Exzellente Kommunikations- und zwischenmenschliche Fähigkeiten.
- Erfahrung in der Arbeit in einem multidisziplinären Team.
- Kenntnisse über aktuelle Trends und Behandlungsmethoden in der psychischen Gesundheit.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Können Sie ein Beispiel für eine schwierige Situation geben, in der Sie einem Klienten geholfen haben, seine Ziele zu erreichen?
- Wie würden Sie mit einem Klienten umgehen, der sich weigert, an der Genesung zu arbeiten?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie erfolgreich ein multidisziplinäres Team koordiniert haben.
- Was würden Sie tun, wenn ein Klient während einer Sitzung emotional zusammenbricht?
- Wie gehen Sie mit der Notwendigkeit um, Ihre eigene psychische Gesundheit zu wahren, während Sie anderen helfen?
Rollenspezifische Fragen
- Wie nutzen Sie Ihre eigenen Erfahrungen in Ihrer Arbeit als Genesungsbegleiter*in?
- Welche Methoden wenden Sie an, um eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihren Klient*innen aufzubauen?
- Wie bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen im Bereich der psychischen Gesundheit informiert?
- Welche Strategien verwenden Sie, um mit Klient*innen über ihre Fortschritte und Rückschläge zu sprechen?
- Wie integrieren Sie die Rückmeldungen der Klient*innen in Ihre Unterstützungsansätze?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Ihre Freunde Sie in drei Worten beschreiben?
- Was motiviert Sie, in der psychosozialen Unterstützung zu arbeiten?
- Wie gehen Sie mit Stress in Ihrem persönlichen Leben um?
- Was bedeutet für Sie Empathie und wie setzen Sie dies in Ihrer Arbeit ein?
- Wie bleiben Sie optimistisch, auch in herausfordernden Zeiten?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Genesungsbegleiter*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.