Was macht ein*e Epidemiologe/-in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle eines/einer Epidemiologe/-in ist entscheidend für das Verständnis und die Kontrolle von Krankheiten innerhalb einer Bevölkerung. Epidemiolog*innen analysieren die Verbreitung von Krankheiten, identifizieren Risikofaktoren und entwickeln Strategien zur Prävention und Bekämpfung von Ausbrüchen. Sie arbeiten oft in Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Gesundheitsorganisationen.
Ein/e Epidemiologe/-in muss in der Lage sein, komplexe Datenmengen zu interpretieren und statistische Modelle zu verwenden, um Trends zu analysieren. Diese Fachleute sind dafür verantwortlich, Forschungsstudien zu entwerfen und durchzuführen, um die Ursachen von Krankheiten und deren Präventionsmöglichkeiten zu untersuchen.
Kommunikationsfähigkeiten sind für Epidemiolog*innen von entscheidender Bedeutung, da sie ihre Forschungsergebnisse an ein breites Publikum weitergeben müssen, einschließlich anderer Wissenschaftler, der Regierung und der Öffentlichkeit. Oftmals sind sie auch in der Ausbildung und Schulung von medizinischem Personal und anderen Fachleuten tätig.
Darüber hinaus spielt die Rolle in der Politikgestaltung eine wichtige Rolle, da Epidemiolog*innen Empfehlungen für Gesundheitsrichtlinien und -programme abgeben, die auf ihren Forschungsergebnissen basieren. Sie sind entscheidende Akteure bei der Bewältigung globaler Gesundheitsprobleme und tragen zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit bei.
Anforderungen an eine*n Epidemiologe/-in
- Abgeschlossenes Studium in Epidemiologie, Biostatistik, Gesundheitswissenschaften oder einem verwandten Bereich.
- Erfahrung in der Durchführung und Leitung epidemiologischer Studien und Forschung.
- Kenntnisse in statistischen Analyseprogrammen wie R, SAS oder SPSS.
- Fähigkeit, komplexe Daten zu interpretieren und verständliche Berichte zu erstellen.
- Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden und internationalen Organisationen.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie erfolgreich ein Ausbruchsuntersuchungsteam geleitet haben. Welche Schritte haben Sie unternommen?
- Wie würden Sie vorgehen, um eine neue epidemiologische Studie zu entwerfen und zu implementieren?
- Erzählen Sie von einem Projekt, bei dem Sie komplexe Daten analysiert haben. Welche Tools und Methoden haben Sie verwendet?
- Wie gehen Sie vor, wenn Sie kurzfristig auf einen unerwarteten Krankheitsausbruch reagieren müssen?
- Schildern Sie eine Herausforderung, die Sie in einem multidisziplinären Team bewältigen mussten, und wie Sie sie gelöst haben.
Rollenspezifische Fragen
- Welche epidemiologischen Methoden sind Ihnen am vertrautesten und wie haben Sie diese in Ihrer bisherigen Arbeit angewendet?
- Wie bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen in der Epidemiologie auf dem Laufenden?
- Welche Rolle spielen statistische Softwareprogramme in Ihrer täglichen Arbeit?
- Erklären Sie, wie Sie mit unvollständigen oder fehlerhaften Daten umgehen.
- Welche Erfahrung haben Sie in der Arbeit mit öffentlichen Gesundheitsbehörden?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Sie Ihre Fähigkeit beschreiben, in stressigen oder unsicheren Situationen ruhig und effizient zu arbeiten?
- Welche Eigenschaften machen Sie zu einem/r effektiven/r Teamleiter/in, und wie setzen Sie diese in Ihrer Arbeit ein?
- Wie gehen Sie mit Kritik an Ihrer Arbeit um?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie Kreativität genutzt haben, um ein Problem zu lösen.
- Wie sichern Sie die Motivation Ihres Teams in langen und herausfordernden Projekten?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Epidemiologe/-in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
Mit OnApply automatisieren Sie die Terminfindung. Legen Sie Ihre eigene Verfügbarkeit, sowie die Verfügbarkeiten Ihrer Kollegen fest und machen den gesamten Planungsprozess um 50% schneller. So optimieren Sie den Bewerbungsprozess und konzentrieren sich auf das Wesentliche – die besten Talente.
Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.