Was macht ein*e Quartiersmanager*in und worauf müssen Sie achten?
Ein*e Quartiersmanager*in spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Verwaltung von Stadtteilen oder Nachbarschaften. Diese Position erfordert eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen, einschließlich Anwohnern, lokalen Unternehmen, Behörden und gemeinnützigen Organisationen. Ziel ist es, die Lebensqualität im Quartier zu verbessern und nachhaltige, soziale und wirtschaftliche Strukturen zu fördern.
Zu den Hauptaufgaben gehört die Identifizierung von Entwicklungsbedarfen sowie die Planung und Umsetzung von Projekten, die zur Aufwertung des Quartiers beitragen. Dies kann die Organisation von Veranstaltungen, die Förderung von Gemeinschaftsprojekten oder die Unterstützung lokaler Initiativen umfassen. Ein*e Quartiersmanager*in agiert dabei oft als Vermittler*in und Koordinator*in zwischen den verschiedenen Akteuren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Rolle ist die Förderung der Bürgerbeteiligung. Ein*e Quartiersmanager*in ermutigt die Anwohner*innen, sich aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes zu beteiligen, und bietet Plattformen für den Austausch und die Diskussion von Ideen und Anliegen. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation mit dem Quartier.
Darüber hinaus ist ein*e Quartiersmanager*in für die Akquise von Fördermitteln und die Verwaltung des Budgets verantwortlich. Dies erfordert ein gutes Verständnis von Finanzplanung sowie die Fähigkeit, überzeugende Projektanträge zu erstellen. Durch diese Aufgaben trägt ein*e Quartiersmanager*in maßgeblich zur positiven Entwicklung und Attraktivität des Quartiers bei.
Anforderungen an eine*n Quartiersmanager*in
- Abgeschlossenes Studium in Stadtplanung, Sozialwissenschaften oder einem verwandten Bereich.
- Erfahrung in Projektmanagement und der Entwicklung städtischer Projekte.
- Kenntnisse in der Akquise und Verwaltung von Fördermitteln.
- Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten und Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Interessengruppen.
- Fähigkeit zur Organisation von Veranstaltungen und Workshops zur Förderung der Bürgerbeteiligung.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Wie würden Sie mit einem begrenzten Budget umgehen, um ein größeres Projekt im Quartier zu realisieren?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie erfolgreich zwischen verschiedenen Interessengruppen vermittelt haben.
- Wie gehen Sie vor, um die Bedürfnisse der Bewohner*innen in einem Quartier zu ermitteln?
- Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um die langfristige Nachhaltigkeit eines Projekts sicherzustellen?
- Erzählen Sie von einem Projekt, das Sie geleitet haben, und wie Sie dessen Erfolg gemessen haben.
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrungen haben Sie in der Arbeit mit städtischen Entwicklungsprojekten?
- Wie fördern Sie die Bürgerbeteiligung in einem Quartier?
- Haben Sie Erfahrung in der Beantragung und Verwaltung von Fördermitteln? Wenn ja, wie gehen Sie dabei vor?
- Wie bauen Sie ein Netzwerk mit lokalen Akteuren auf und pflegen es?
- Welche Strategien nutzen Sie, um die Lebensqualität im Quartier zu verbessern?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie gehen Sie mit Konflikten um, die in der Arbeit mit verschiedenen Interessengruppen entstehen können?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Ihre Kommunikationsfähigkeiten besonders gefordert waren.
- Was motiviert Sie, in der Quartiersentwicklung tätig zu sein?
- Wie bleiben Sie in stressigen Situationen gelassen und handlungsfähig?
- Welche Werte sind Ihnen in Ihrer Arbeit als Quartiersmanager*in besonders wichtig?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Quartiersmanager*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.