Was macht ein*e Immobiliengutachter*in und worauf müssen Sie achten?
Eine Immobiliengutachter*in ist eine Fachkraft, die für die Bewertung von Immobilien verantwortlich ist. Diese Rolle erfordert umfassende Kenntnisse der Immobilienmärkte, einschließlich der aktuellen Trends und gesetzlichen Vorschriften. Immobiliengutachter*innen erstellen detaillierte Berichte, die den Wert einer Immobilie basierend auf einer Vielzahl von Faktoren wie Lage, Zustand, Ausstattung und Marktbedingungen beurteilen.
Die Tätigkeit als Immobiliengutachter*in erfordert eine sorgfältige Analyse und die Fähigkeit, objektive und nachvollziehbare Bewertungen abzugeben. Dazu gehört auch die Durchführung von Vor-Ort-Besichtigungen und die Erfassung relevanter Daten, um eine fundierte Einschätzung des Immobilienwerts zu gewährleisten.
Immobiliengutachter*innen arbeiten häufig eng mit Banken, Versicherungen, Immobiliengesellschaften und Privatpersonen zusammen. Ihr Gutachten kann entscheidend sein für Kauf- oder Verkaufsentscheidungen, Kreditvergaben oder Versicherungsabschlüsse. Daher ist es wichtig, dass sie über ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten verfügen und ihre Bewertungen klar und präzise dokumentieren können.
Um in dieser Rolle erfolgreich zu sein, sollten Immobiliengutachter*innen analytische Fähigkeiten, Detailgenauigkeit und ein gutes Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen im Immobiliensektor mitbringen. Sie müssen in der Lage sein, unter Zeitdruck zu arbeiten und dennoch qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten, die den hohen Anforderungen der Branche gerecht wird.
Anforderungen an eine*n Immobiliengutachter*in
- Abgeschlossenes Studium im Bereich Immobilienwirtschaft, Bauwesen oder eine vergleichbare Qualifikation.
- Mehrjährige Erfahrung in der Immobilienbewertung, idealerweise mit Zertifizierung als Sachverständige*r.
- Fundierte Kenntnisse der Marktanalyse und Bewertungsmethoden.
- Sicherer Umgang mit Bewertungssoftware und MS Office.
- Ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten und die Fähigkeit, komplexe Informationen klar zu präsentieren.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Wie gehen Sie vor, um den Marktwert einer Immobilie in einem sich schnell verändernden Markt zu bestimmen?
- Können Sie ein Beispiel für eine besonders herausfordernde Immobilienbewertung nennen und wie Sie diese gemeistert haben?
- Welche Schritte unternehmen Sie, um sicherzustellen, dass Ihre Gutachten den aktuellen rechtlichen Anforderungen entsprechen?
- Wie priorisieren Sie Ihre Aufgaben, wenn Sie mehrere Bewertungen gleichzeitig durchführen müssen?
- Wie gehen Sie mit Konflikten um, wenn Ihre Bewertung von den Erwartungen des Auftraggebers abweicht?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrung haben Sie mit der Bewertung von Gewerbeimmobilien im Vergleich zu Wohnimmobilien?
- Wie bleiben Sie über aktuelle Trends und Entwicklungen im Immobilienmarkt informiert?
- Welche Software-Tools nutzen Sie zur Unterstützung Ihrer Arbeit und warum?
- Wie gewährleisten Sie die Genauigkeit Ihrer Bewertungen, insbesondere bei komplexen Immobilienprojekten?
- Haben Sie Erfahrung mit der Erstellung von Gutachten für gerichtliche Auseinandersetzungen? Wenn ja, wie verlief dieser Prozess?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Sie Ihre Arbeitsweise in stressigen Situationen beschreiben?
- Welche Eigenschaften machen Sie zu einer/einem effektiven Immobiliengutachter*in?
- Wie gehen Sie mit Kritik an Ihrer Arbeit um?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie eine kreative Lösung für ein Problem finden mussten.
- Was motiviert Sie in Ihrer täglichen Arbeit als Immobiliengutachter*in?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Immobiliengutachter*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
Mit OnApply automatisieren Sie die Terminfindung. Legen Sie Ihre eigene Verfügbarkeit, sowie die Verfügbarkeiten Ihrer Kollegen fest und machen den gesamten Planungsprozess um 50% schneller. So optimieren Sie den Bewerbungsprozess und konzentrieren sich auf das Wesentliche – die besten Talente.
Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.