Was macht ein*e Gruppenleiter*in WfbM und worauf müssen Sie achten?
Die Position der Gruppenleiter*in in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Rolle, die sowohl pädagogische als auch organisatorische Fähigkeiten erfordert. Gruppenleiter*innen sind dafür verantwortlich, den Tagesablauf innerhalb einer Gruppe von Mitarbeitenden mit Behinderung zu organisieren und zu koordinieren. Sie sorgen dafür, dass die Arbeitsabläufe reibungslos verlaufen und dass die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden berücksichtigt werden.
Ein wesentlicher Aspekt dieser Rolle ist die Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung der Mitarbeitenden. Gruppenleiter*innen entwickeln und implementieren individuelle Förderpläne und arbeiten eng mit Therapeuten und anderen Fachleuten zusammen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Sie sind auch dafür verantwortlich, die Fortschritte der Mitarbeitenden zu dokumentieren und regelmäßig zu evaluieren.
Zusätzlich zu den pädagogischen Aufgaben müssen Gruppenleiter*innen auch administrative Aufgaben bewältigen, wie z.B. die Planung von Arbeitsabläufen, die Verwaltung von Ressourcen und die Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsstandards. Eine effektive Kommunikation mit anderen Abteilungen innerhalb der WfbM ist ebenfalls entscheidend, um den reibungslosen Betrieb der Werkstatt zu gewährleisten.
Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Unterstützung und Schulung von Hilfskräften und anderen Mitarbeitenden. Gruppenleiter*innen sind Vorbilder und Mentoren, die bei der Einarbeitung neuer Kolleg*innen helfen und sicherstellen, dass alle Teammitglieder ihre Aufgaben verstehen und effektiv ausführen können. Die Fähigkeit, ein inklusives und unterstützendes Arbeitsumfeld zu schaffen, ist für den Erfolg in dieser Rolle von entscheidender Bedeutung.
Anforderungen an eine*n Gruppenleiter*in WfbM
- Abschluss in Sozialpädagogik, Sozialarbeit oder einer vergleichbaren Qualifikation
- Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung
- Fähigkeit zur Entwicklung und Umsetzung individueller Förderpläne
- Starke organisatorische und administrative Fähigkeiten
- Ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten und Teamgeist
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Wie gehen Sie vor, wenn ein Mitarbeiter Ihrer Gruppe die täglichen Aufgaben nicht bewältigen kann?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie improvisieren mussten, um einen unerwarteten Vorfall zu bewältigen.
- Wie priorisieren Sie Aufgaben, wenn mehrere dringende Anforderungen gleichzeitig auftreten?
- Erzählen Sie von einer Situation, in der Sie erfolgreich ein Team durch eine herausfordernde Zeit geführt haben.
- Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Gruppe die Sicherheits- und Qualitätsstandards einhält?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrungen haben Sie in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung?
- Wie entwickeln Sie individuelle Förderpläne für Ihre Mitarbeitenden?
- Welche Strategien nutzen Sie, um die Motivation Ihrer Gruppe zu fördern?
- Wie gehen Sie mit Konflikten innerhalb Ihrer Gruppe um?
- Beschreiben Sie Ihre Vorgehensweise zur Evaluation der Fortschritte Ihrer Mitarbeitenden.
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
- Was motiviert Sie in Ihrer täglichen Arbeit?
- Wie gehen Sie mit Stress und Druck um?
- Welchen Wert legen Sie auf Teamarbeit und warum?
- Wie bleiben Sie in schwierigen Situationen optimistisch?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Gruppenleiter*in WfbM teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.