Was macht ein*e Doktorand*in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle einer Doktorand*in ist sowohl herausfordernd als auch äußerst bereichernd. Sie umfasst die Durchführung unabhängiger Forschung unter der Anleitung eines betreuenden Professors oder einer Professorin. Dabei werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse generiert und bestehende Theorien weiterentwickelt. Doktorand*innen arbeiten in der Regel in einem spezifischen Fachbereich und tragen durch ihre Forschung zur Erweiterung des Wissensfeldes bei.
In ihrer täglichen Arbeit analysieren Doktorand*innen Daten, entwickeln Hypothesen und führen Experimente oder Untersuchungen durch. Diese wissenschaftliche Arbeit erfordert eine hohe Detailgenauigkeit und analytische Fähigkeiten. Sie müssen sich auch mit bestehenden Forschungsergebnissen auseinandersetzen und deren Relevanz für ihre eigene Arbeit bewerten.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Rolle ist die Veröffentlichung von Forschungsarbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften. Dies erfordert ausgezeichnete Schreibfähigkeiten sowie die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte klar und präzise darzustellen. Darüber hinaus präsentieren Doktorand*innen ihre Forschungsergebnisse auf Konferenzen und in Seminaren, was gute Kommunikationsfähigkeiten voraussetzt.
Neben der Forschung sind Doktorand*innen oft auch in die Lehre eingebunden. Sie betreuen Studierende, leiten Seminare und unterstützen bei der Durchführung von Kursen. Diese Rolle erfordert sowohl pädagogische Fähigkeiten als auch die Fähigkeit, Wissen effektiv zu vermitteln.
Anforderungen an eine*n Doktorand*in
- Abgeschlossenes Hochschulstudium in einem relevanten Fachbereich.
- Nachgewiesene Erfahrung in der Durchführung von Forschungsprojekten.
- Starke analytische und problemorientierte Denkfähigkeiten.
- Exzellente schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeiten.
- Erfahrung im wissenschaftlichen Publizieren und Präsentieren von Forschungsergebnissen.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie ein komplexes Forschungsprojekt, an dem Sie gearbeitet haben. Welche Herausforderungen sind aufgetreten und wie haben Sie diese gemeistert?
- Wie gehen Sie vor, wenn Sie feststellen, dass Ihre ursprüngliche Hypothese durch Ihre Daten nicht unterstützt wird?
- Erzählen Sie von einer Situation, in der Sie unter hohem Zeitdruck arbeiten mussten. Wie haben Sie Ihre Prioritäten gesetzt?
- Wie organisieren Sie Ihre Forschungsergebnisse, um sicherzustellen, dass sie leicht zugänglich und verständlich sind?
- Haben Sie schon einmal an einem interdisziplinären Projekt gearbeitet? Wie haben Sie die Zusammenarbeit gestaltet?
Rollenspezifische Fragen
- Was hat Sie dazu motiviert, eine Doktorarbeit in Ihrem spezifischen Forschungsbereich zu beginnen?
- Wie gehen Sie mit Kritik an Ihrer Forschung um und wie integrieren Sie Feedback in Ihre Arbeit?
- Welche Methoden verwenden Sie, um sicherzustellen, dass Ihre Forschungsergebnisse sowohl validiert als auch reproduzierbar sind?
- Wie bewerten Sie den Einfluss Ihrer bisherigen Forschungsarbeit auf das Fachgebiet?
- Erzählen Sie von einer Publikation, auf die Sie besonders stolz sind. Was waren die Schlüsselfaktoren für ihren Erfolg?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Sie sich selbst als Teammitglied beschreiben?
- Welche persönlichen Qualitäten halten Sie für besonders wichtig, um in der Forschung erfolgreich zu sein?
- Wie gehen Sie mit Rückschlägen in Ihrer Arbeit um?
- Was motiviert Sie, auch in schwierigen Phasen weiterzumachen?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie eine schwierige Entscheidung treffen mussten. Wie sind Sie vorgegangen?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Doktorand*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.