Was macht ein*e Ausbilder*in und worauf müssen Sie achten?
Als Ausbilder*in spielen Sie eine entscheidende Rolle in der beruflichen Entwicklung von Auszubildenden. Sie sind verantwortlich für die Vermittlung von Fachwissen und praktischen Fähigkeiten, die zur Ausübung eines bestimmten Berufs notwendig sind. Durch Ihre Expertise unterstützen Sie die Lernenden dabei, theoretische Kenntnisse in die Praxis umzusetzen und sich auf ihre zukünftigen beruflichen Aufgaben vorzubereiten.
Ein*e Ausbilder*in ist auch Mentor*in und Motivator*in. Sie begleiten Auszubildende durch ihre Lernphasen, bieten Unterstützung bei Herausforderungen und fördern ihre persönliche sowie berufliche Entwicklung. Dabei ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Auszubildenden wohlfühlen und bereit sind, Neues zu lernen.
In dieser Rolle sind Sie auch verantwortlich für die Planung und Durchführung von Schulungen sowie für die Bewertung des Fortschritts der Auszubildenden. Sie erstellen Lehrpläne, setzen Lernziele und passen diese an die individuellen Bedürfnisse der Lernenden an. Diese kontinuierliche Anpassung und Überwachung sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die Ausbildung effizient und effektiv verläuft.
Zusätzlich zu den pädagogischen Aufgaben ist der*die Ausbilder*in auch für administrative Arbeiten verantwortlich. Dies umfasst die Dokumentation der Ausbildungsfortschritte, die Kommunikation mit anderen Abteilungen und die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften im Ausbildungsbereich. Flexibilität und Organisationsgeschick sind daher unerlässlich für diese Position.
Anforderungen an eine*n Ausbilder*in
- Abgeschlossene Berufsausbildung in einem relevanten Fachgebiet oder vergleichbare Qualifikationen.
- Mindestens zwei Jahre Erfahrung in der Ausbildung oder Erwachsenenbildung.
- Kenntnisse in der Erstellung und Durchführung von Schulungsplänen.
- Fähigkeit, komplexe Informationen verständlich zu vermitteln.
- Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Lernplattformen und digitalen Lehrmitteln.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie einem*einer Auszubildenden bei der Bewältigung einer schwierigen Aufgabe geholfen haben. Wie sind Sie vorgegangen?
- Wie planen und organisieren Sie einen Ausbildungstag, um sicherzustellen, dass alle Lernziele erreicht werden?
- Erzählen Sie von einer Herausforderung, die Sie in Ihrer Rolle als Ausbilder*in erlebt haben, und wie Sie diese gemeistert haben.
- Wie gehen Sie mit einem*einer Auszubildenden um, der*die wiederholt gegen Regeln verstößt?
- Was war Ihre erfolgreichste Methode, um das Interesse eines*einer Auszubildenden an einem schwierigen Thema zu wecken?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrungen haben Sie in der Ausbildung von Fachkräften in unserer Branche?
- Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Auszubildenden nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern auch praktische Fertigkeiten erwerben?
- Können Sie ein Beispiel für ein erfolgreiches Ausbildungsprojekt geben, das Sie geleitet haben?
- Wie bleiben Sie über aktuelle Entwicklungen in Ihrem Fachgebiet informiert, um diese in Ihre Ausbildung zu integrieren?
- Welche Methoden verwenden Sie, um den Lernfortschritt Ihrer Auszubildenden zu evaluieren?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Ihre ehemaligen Auszubildenden Ihre Art der Ausbildung beschreiben?
- Was motiviert Sie persönlich, als Ausbilder*in zu arbeiten?
- Wie gehen Sie mit Stress um, insbesondere wenn es darum geht, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen?
- Welche Eigenschaften halten Sie für die wichtigsten in der Rolle eines*einer Ausbilders*in?
- Wie reagieren Sie, wenn ein*e Auszubildende*r Ihre Lehrmethoden in Frage stellt?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Ausbilder*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
Mit OnApply automatisieren Sie die Terminfindung. Legen Sie Ihre eigene Verfügbarkeit, sowie die Verfügbarkeiten Ihrer Kollegen fest und machen den gesamten Planungsprozess um 50% schneller. So optimieren Sie den Bewerbungsprozess und konzentrieren sich auf das Wesentliche – die besten Talente.
Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.