Was macht ein*e Schadenregulierer*in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle einer Schadenregulierer*in ist von zentraler Bedeutung in der Versicherungsbranche. Diese Position erfordert die Fähigkeit, Versicherungsansprüche sorgfältig zu prüfen, Schäden zu bewerten und faire Entschädigungen zu berechnen. Schadenregulierer*innen arbeiten eng mit Versicherten zusammen, um Unklarheiten zu klären und sicherzustellen, dass alle Ansprüche den Richtlinien der Versicherungsgesellschaft entsprechen.
Ein wesentlicher Aspekt dieser Rolle ist die Beurteilung der Gültigkeit eines Schadensfalls. Schadenregulierer*innen müssen die Umstände eines Vorfalls genau untersuchen, Beweise sammeln und analysieren sowie mit verschiedenen Parteien wie Gutachtern und Anwaltskanzleien kommunizieren. Dies erfordert einen starken Fokus auf Detailgenauigkeit und analytisches Denken.
Zusätzlich zur technischen Bewertung von Schäden spielt die zwischenmenschliche Kommunikation eine große Rolle. Schadenregulierer*innen müssen in der Lage sein, schwierige Gespräche mit Kund*innen zu führen, Empathie zu zeigen und gleichzeitig die Interessen des Unternehmens zu vertreten. Dies erfordert exzellente Kommunikationsfähigkeiten und diplomatisches Geschick.
In einer sich ständig verändernden rechtlichen und wirtschaftlichen Umgebung ist es für Schadenregulierer*innen wichtig, auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung und der Versicherungsrichtlinien zu bleiben. Regelmäßige Fortbildungen und Schulungen sind notwendig, um den hohen Ansprüchen dieser Position gerecht zu werden.
Anforderungen an eine*n Schadenregulierer*in
- Abgeschlossene Ausbildung im Versicherungswesen oder vergleichbare Qualifikation.
- Mehrjährige Erfahrung in der Schadenregulierung, idealerweise in unterschiedlichen Versicherungsbereichen.
- Fundierte Kenntnisse der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien.
- Sicherer Umgang mit Schadensmanagement-Software und modernen IT-Systemen.
- Hervorragende Kommunikationsfähigkeiten und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie einen Fall, in dem Sie einen komplexen Schadenfall erfolgreich bearbeitet haben. Was waren die Herausforderungen und wie haben Sie diese überwunden?
- Wie gehen Sie vor, wenn Sie mit widersprüchlichen Informationen in einem Schadensfall konfrontiert werden?
- Erzählen Sie von einer Situation, in der Sie mit einem schwierigen Kunden umgehen mussten. Wie haben Sie den Konflikt gelöst?
- Wie priorisieren Sie Ihre Aufgaben, wenn Sie mit mehreren wichtigen Schadensfällen gleichzeitig konfrontiert sind?
- Wie stellen Sie sicher, dass Sie bei der Bearbeitung eines Schadensfalls alle relevanten Details berücksichtigen?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Schritte unternehmen Sie, um sicherzustellen, dass ein Schadensfall korrekt und fair geregelt wird?
- Wie bleiben Sie über Änderungen in der Gesetzgebung und den Versicherungsrichtlinien auf dem Laufenden?
- Beschreiben Sie Ihre Erfahrung mit der Nutzung von Schadensmanagement-Software. Welche Systeme haben Sie verwendet?
- Wie gehen Sie mit den emotionalen Reaktionen von Kund*innen um, die mit einem Schadensfall unzufrieden sind?
- Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um Betrugsfälle zu identifizieren und zu verhindern?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Sie Ihre Fähigkeit beschreiben, unter Druck zu arbeiten und wie bewältigen Sie Stresssituationen?
- Wie gehen Sie mit Kritik um, insbesondere wenn es um Ihre Arbeitsweise in der Schadenregulierung geht?
- Welche persönlichen Eigenschaften machen Sie Ihrer Meinung nach zu einer erfolgreichen Schadenregulierer*in?
- Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit in Ihrer täglichen Arbeit und warum?
- Welche Werte sind Ihnen in Ihrer beruflichen Tätigkeit besonders wichtig?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Schadenregulierer*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.