Was macht ein*e Biomathematiker*in und worauf müssen Sie achten?
Biomathematiker*innen spielen eine entscheidende Rolle an der Schnittstelle zwischen Mathematik und Biologie. Sie verwenden mathematische Modelle und Techniken, um biologische Prozesse zu analysieren und zu verstehen. Diese Fachleute arbeiten oft in interdisziplinären Teams, um komplexe biologische Fragestellungen zu lösen, von der Populationsdynamik bis hin zur Genomik.
Die Arbeit als Biomathematiker*in erfordert ein tiefes Verständnis sowohl der biologischen Konzepte als auch der mathematischen Methoden. Sie entwickeln Modelle, die helfen, biologische Systeme vorherzusagen und zu kontrollieren, was in Bereichen wie der Ökologie, der Epidemiologie und der Systembiologie von großer Bedeutung ist.
Biomathematiker*innen sind auch häufig in der Datenanalyse tätig, wo sie große Datenmengen aus Experimenten und Studien interpretieren. Ihre Fähigkeiten im Umgang mit statistischen Software-Tools und Programmiersprachen sind unerlässlich, um präzise und verlässliche Ergebnisse zu liefern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Rolle besteht darin, ihre Ergebnisse und Modelle klar zu kommunizieren, sowohl zu wissenschaftlichen Fachkollegen als auch zu Stakeholdern außerhalb der Wissenschaft. Dazu gehört das Verfassen von Berichten und wissenschaftlichen Publikationen, sowie die Präsentation ihrer Arbeit auf Konferenzen und Meetings.
Anforderungen an eine*n Biomathematiker*in
- Abgeschlossenes Studium in Biomathematik, Mathematik, Biologie oder einem verwandten Bereich.
- Erfahrung im Umgang mit mathematischen Modellierungssoftware und statistischen Analysetools.
- Kenntnisse in Programmiersprachen wie R, Python oder MATLAB.
- Fähigkeit, komplexe biologische Prozesse zu modellieren und zu analysieren.
- Starke Kommunikationsfähigkeiten zur Präsentation von Forschungsergebnissen vor Fachpublikum und Laien.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie einen Fall, in dem Sie ein mathematisches Modell entwickelt haben, um ein biologisches Problem zu lösen. Welche Herausforderungen sind dabei aufgetreten?
- Wie gehen Sie typischerweise vor, wenn Sie große biologische Datensätze analysieren müssen?
- Erzählen Sie von einem Projekt, bei dem Sie im Team gearbeitet haben. Wie haben Sie Ihre mathematischen und biologischen Kenntnisse eingebracht, um das Projekt voranzutreiben?
- Wie würden Sie vorgehen, wenn Sie feststellen, dass ein von Ihnen entwickeltes Modell nicht die erwarteten Ergebnisse liefert?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie schwierige wissenschaftliche Konzepte einem nicht-wissenschaftlichen Publikum erklären mussten. Wie haben Sie das gemacht?
Rollenspezifische Fragen
- Welche mathematischen Methoden verwenden Sie am häufigsten in Ihrer Arbeit und warum?
- Wie halten Sie sich über die neuesten Entwicklungen in der Biomathematik auf dem Laufenden?
- Welche Erfahrungen haben Sie in der Zusammenarbeit mit Biologen und anderen Wissenschaftlern gemacht?
- Wie gehen Sie mit Unsicherheiten und Variabilitäten in biologischen Datensätzen um?
- Können Sie ein Beispiel für ein erfolgreiches Modell oder eine Analyse nennen, die Sie in einem biologischen Kontext angewendet haben?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie würden Sie Ihre Fähigkeit beschreiben, unter Druck zu arbeiten?
- Was motiviert Sie am meisten in Ihrer Arbeit als Biomathematiker*in?
- Wie gehen Sie mit Kritik oder Feedback zu Ihrer Arbeit um?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie Ihre Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten effektiv eingesetzt haben.
- Wie organisieren Sie Ihre Arbeit, um mit mehreren Projekten gleichzeitig umzugehen?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Biomathematiker*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.