Was macht ein*e Archäolog*in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle einer Archäolog*in ist faszinierend und anspruchsvoll zugleich. Archäolog*innen sind Expert*innen darin, vergangene Zivilisationen durch die Untersuchung von Artefakten, architektonischen Überbleibseln und anderen materiellen Beweisen zu erforschen. Sie tragen wesentlich zum Verständnis der menschlichen Geschichte bei, indem sie Erkenntnisse über das Leben, die Kultur und die Technologien alter Zivilisationen liefern.
Archäolog*innen arbeiten oft in interdisziplinären Teams, um Ausgrabungsstätten zu erforschen und zu dokumentieren. Ihre Arbeit erfordert eine sorgfältige Planung und Durchführung von Ausgrabungen, wobei sie moderne Techniken und Technologien einsetzen, um Funde zu analysieren und zu interpretieren. Ein tiefes Verständnis der Geologie, Anthropologie und Geschichte ist entscheidend, um archäologische Funde in den richtigen Kontext zu setzen.
Die Fähigkeit, umfangreiche Daten und Informationen zu verwalten und zu interpretieren, ist für Archäolog*innen von großer Bedeutung. Sie müssen in der Lage sein, ihre Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen Artikeln und Berichten klar und präzise darzustellen. Zudem ist es wichtig, dass sie ihre Erkenntnisse auch einem nicht-wissenschaftlichen Publikum vermitteln können, um das öffentliche Interesse an der Vergangenheit zu fördern.
In vielen Fällen sind Archäolog*innen auch mit der Verwaltung von Fundstücken und der Pflege von Sammlungen in Museen oder Forschungseinrichtungen betraut. Ihre Arbeit kann sowohl im Feld, bei Ausgrabungen, als auch in Labors oder Büros stattfinden, wo sie ihre Funde analysieren und dokumentieren.
Anforderungen an eine*n Archäolog*in
- Abgeschlossenes Studium in Archäologie, Anthropologie oder einem verwandten Fachgebiet.
- Erfahrung in der Planung und Durchführung von archäologischen Ausgrabungen.
- Kenntnisse in der Anwendung moderner Technologien, wie GIS und 3D-Scanning, in der Archäologie.
- Starke Kommunikationsfähigkeit zur Vermittlung von Forschungsergebnissen an verschiedene Zielgruppen.
- Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit und Teamarbeit in Forschungsprojekten.
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Können Sie ein Beispiel für eine erfolgreiche Ausgrabung nennen, an der Sie beteiligt waren, und welche Methoden Sie dabei eingesetzt haben?
- Wie gehen Sie mit unerwarteten Herausforderungen oder Funden während einer Ausgrabung um?
- Beschreiben Sie einen Fall, in dem Sie Ihre Forschungsergebnisse einem nicht-wissenschaftlichen Publikum präsentiert haben. Wie haben Sie die komplexen Informationen verständlich gemacht?
- Welche Schritte unternehmen Sie, um sicherzustellen, dass Ihre archäologischen Funde korrekt dokumentiert und analysiert werden?
- Wie integrieren Sie moderne Technologien, wie GIS oder 3D-Scans, in Ihre archäologische Arbeit?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Rolle spielt die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Ihrer archäologischen Arbeit und wie setzen Sie diese um?
- Wie bestimmen Sie die Prioritäten, wenn es darum geht, welche Ausgrabungsstätten untersucht werden sollen?
- Erklären Sie, wie Sie den historischen Kontext eines Fundes bestimmen und seine Bedeutung bewerten.
- Welche Erfahrungen haben Sie in der Verwaltung von archäologischen Sammlungen oder der Arbeit in einem Museum?
- Wie halten Sie sich über die neuesten Entwicklungen und Forschungen im Bereich der Archäologie auf dem Laufenden?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie gehen Sie mit stressigen Situationen oder unter Zeitdruck um?
- Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie kreativ denken mussten, um ein Problem zu lösen.
- Wie würden Ihre Kolleg*innen Ihre Arbeitsweise und Ihre Teamfähigkeit beschreiben?
- Was motiviert Sie persönlich in der archäologischen Forschung?
- Wie gehen Sie mit Kritik oder Feedback zu Ihrer Arbeit um?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Archäolog*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.