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Active Sourcing: Effektive Strategien für die Direktansprache

Erfahren Sie, wie Active Sourcing Ihre Personalbeschaffung revolutionieren kann. Tipps und Strategien zur erfolgreichen Direktansprache.

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Warum Active Sourcing?

Aktiv schneller zu den passenden Kandidat*innen Active Sourcing bezeichnet die aktive Suche nach und die persönliche Ansprache von passenden Kandidat*innen seitens Unternehmen. Gerade bei der Suche nach speziell ausgebildeten Fach- und Führungskräften lohnt es sich für Recruiter*innen, selbstständig aktiv zu werden und sich nicht darauf zu verlassen, dass sich die passenden Kandidat*innen von selbst bewerben. Das ist besonders für kleine und mittelständische Unternehmen sinnvoll: Große Unternehmen sind bekannte Arbeitgebermarken und erreichen allein durch ihren Bekanntheitsgrad eine hohe Quote qualifizierter Bewerbungen. Kleine und mittelständische Unternehmen hingegen können mit aktiver Kandidat*innen-Ansprache ihr Unternehmen überhaupt erst ins Spiel bringen und für High Potentials attraktiv machen.

Ein dreimal größerer Arbeitsmarkt

Für die Suche nach qualifizierten Mitarbeiter*innen eignet sich nicht nur der klassische Arbeitsmarkt, in dem Kandidat*innen aktiv nach Stellenangeboten suchen. Viele High Potentials lassen sich über diesen Kanal gar nicht erst erreichen. Stattdessen findet man vor allem unter den sogenannten "Tiptoern und Explorern" potentielle Kandidat*innen. Tiptoer wollen ihren aktuellen Job gerne wechseln, suchen aber nicht aktiv auf dem Arbeitsmarkt. Explorer haben bisher noch nicht über einen Wechsel nachgedacht, sind aber generell offen für Gespräche und lassen sich von attraktiven Angeboten überzeugen. Zusammengenommen ist der Arbeitsmarkt dieser latent Suchenden damit 3 Mal größer als der klassische Arbeitsmarkt – und damit der ideale Ansatzpunkt für eine aktive Suche nach Bewerber*innen.

Karrierenetzwerke und Social Media als Booster für Active Sourcing Entgegen des allgemeinen Anscheins ist Active-Sourcing aber kein neuer Recruiting-Trend, sondern ein bereits etabliertes Geschäftsmodell, beispielsweise von Headhunting Agenturen. In Zeiten großer Nachfrage nach hochspezialisierten Fachkräften, besonders im IT- Bereich, gewinnt die aktive Kandidat*innen-Suche immer mehr an Bedeutung. Darüber hinaus eröffnen Social Media-Kanäle, sowie diverse Karrierenetzwerke viele neue, kostengünstige Wege für Active Sourcing – Wege, die den klassischen Headhunter*innen vor 10 Jahren noch nicht in dieser Fülle zur Verfügung standen.

Das Vorgehen beim Active Sourcing

Phase 1: Planung und Vorbereitung

Active Sourcing verspricht Erfolg im Recruiting von High Potentials und wird daher in vielen HR-Foren angepriesen. Der Aufwand für eine aktive Suche und Ansprache von Kandidat*innen wird jedoch schnell unterschätzt und kann daher gerade für Unternehmen ohne eigene Personalabteilung zu einer Herausforderung werden. Wägen Sie daher im Vorfeld ab, ob der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Ergebnis steht. Die Prinzipien der Kandidatenansprache sind ebenfalls wichtig zu beachten. Wie auch im traditionellen Recruiting, ist die Voraussetzung für einen effizienten Prozess eine fundierte strategische Planung. Aktualisieren Sie daher Ihre Karriereseite, sorgen Sie dafür, dass alle Stellenanzeigen aktuell sind und sich ein*e potentielle*r Bewerber*in ein realistisches Bild über die Karrieremöglichkeiten in Ihrem Unternehmen machen kann. Nutzen Sie ebenfalls die Chance, Ihr Unternehmensprofil auf Jobbörsen oder Karriereportalen zu aktualisieren und Ihren Bewerbungsprozess zu optimieren. Qualifizierte Kandidat*innen haben oft viele Eisen im Feuer. Ihre Bewerber*innen-Kommunikation sollte daher zuverlässig und Ihr gesamter Bewerbungsprozess optimiert und unkompliziert sein – sonst landet der oder die Kandidat*in auch schnell mal bei der Konkurrenz.

Phase 2: Die Suche nach Kandidat*innen

Social Media – Mit Vorsicht nutzen Social Media Kanäle und Karrierenetzwerke wie monster.de oder StepStone bieten naheliegende Möglichkeiten, um interessante Kandidat*innen zu finden und entsprechend anzusprechen. Die perfekte Kandidatenansprache ist dabei entscheidend. Das klingt allerdings weitaus einfacher, als es letztendlich ist. Vor allem von standardisierten Massennachrichten sollten Sie in jedem Fall absehen. Hier sind die Reaktionsquoten nahe am Nullpunkt und Sie machen sich bei Ihrer Zielgruppe sehr schnell unbeliebt. Um eine angemessene Ansprache zu wählen, versetzen Sie sich am besten einmal selbst in die Lage eines Bewerbers oder einer Bewerberin und überlegen Sie, auf welche Art von Ansprache Sie am ehesten reagieren würden. Trotz allem können Sie nicht einfach so Facebook-Nachrichten an potentielle Kandidat*innen richten, denn ohne Einwilligung versandte Werbung (dazu zählt auch Personalwerbung) fällt unter das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb und ist damit meist unrechtmäßig.

Fazit

Active Sourcing ist keine Abkehr von traditionellen Recruiting-Methoden, sondern eine Möglichkeit, zusätzliche Arbeitsmarktsegmente zu adressieren. Es verspricht Recruiting-Erfolge, bringt aber einen nicht zu unterschätzenden Kommunikationsaufwand mit sich. Daher ist eine genaue Planung und strategisches Vorgehen unabdingbar. In Zeiten, in denen Personalmarketing und Employer Branding immer mehr an Bedeutung im HR-Umfeld haben, lohnt es sich aber in jedem Fall, Active Sourcing einen Platz auf der nächsten Agenda einzuräumen.

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