4 Gründe gegen das Bewerbungsfoto

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Nichts lässt Sie schneller einen Eindruck einer Bewerberin oder eines Bewerbers gewinnen, als ein Foto. Dieser Eindruck ist jedoch oft von Vorurteilen belastet. Deshalb sollten Sie das Bewerbungsbild aus Ihrem Rekrutierungsprozess verbannen. 

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Bewerbungsbilder beeinflussen (unbewusst) Ihre Entscheidung für oder gegen eine Person

Eine Studie der Universität Duisburg-Essen hat untersucht, wie Proband*innen Profilbilder von Männern und Frauen bewerten. Den Männern wurden häufiger Eigenschaften von Führungspositionen zugeordnet, den Frauen eher familiäre Werte. Und das, obwohl die Lebensläufe die gleichen waren.

Wie oft ist es Ihnen schon passiert, dass Sie eine Person unbewusst in eine Schublade gesteckt haben, ohne mehr von ihr zu wissen? Wahrscheinlich täglich. Wir haben gewisse Stereotypen so verinnerlicht, dass wir es gar nicht wahrnehmen, wenn wir Personen bestimmte Eigenschaften zuschreiben, weil das alles in unserem Unterbewusstsein passiert. Das verfälscht oftmals den ersten Eindruck, den man von einem Menschen hat.

Deshalb sollten Sie dafür Sorge tragen, dass Ihr erster Eindruck nicht durch ein Foto geprägt wird.

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Gleichberechtigung in der Stellenanzeige, aber nicht beim Bewerbungsprozess

Für Stellenanzeigen ist im Allgemeinen Gleichberechtigungsgesetz (AGG) ganz genau geklärt, was erlaubt ist und was nicht. Bei allen nachgelagerten Prozessen im Bewerbungsprozess ist das nicht mehr so.

Durch das Verbot des Bewerbungsfotos stellen Sie sicher, dass Bewerber*innen im ersten Auswahlschritt nicht benachteiligt werden können. Diese Benachteiligung muss sich übrigens nicht auf das Geschlecht oder die Herkunft beziehen, sondern kann auch passieren weil jemand vielleicht ein ungebügeltes Hemd trägt oder ein unprofessioneller Hintergrund gewählt wurde. Selbst diese Kleinigkeiten haben Einfluss auf das Bild, das wir uns von einer*m Bewerber*in machen.

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Einen Schritt weiter gehen und die Namen in den Bewerbungsunterlagen ausblenden

Bewerbungsfotos zu „verbieten“ ist schon ein guter Schritt dahin, sich nicht von Vorurteilen einnehmen zu lassen. Radikaler ist, auch die Namen der Bewerber*innen in der Vorauswahl auszublenden.

Den Hintergrund hierfür bietet eine Studie vom Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Hier wurde nämlich bestätigt, dass Bewerber*innen mit ausländischen Vor- und Nachnamen Nachteile bei der Bewerbung haben.

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Die besten Teams sind divers

Mehrere Studien bestätigen, dass diverse Teams besser sind als heterogene. Sie setzen die Bewerbungsfoto-Regeln also nicht (nur) wegen des AGG auf, sondern um das bestmögliche Team aufzubauen. Dafür müssen Sie alle Hürden, die Ihnen im Unterbewusstsein im Weg stehen, entfernen. Das Ergebnis ist ein buntes Team bestehend aus unterschiedlichen Backgrounds, Spezialisierungen und Erfahrungsschätzen.

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