Was macht ein*e Pharmakovigilanz-Manager*in und worauf müssen Sie achten?
Die Rolle eines*einer Pharmakovigilanz-Manager*in ist entscheidend für die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln auf dem Markt. Diese Position erfordert eine enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen, um sicherzustellen, dass alle pharmakologischen Überwachungsprozesse korrekt und effizient durchgeführt werden. Die Hauptaufgabe besteht darin, Nebenwirkungsberichte zu analysieren und dann Strategien zu entwickeln, um potenzielle Risiken zu minimieren.
Ein*e Pharmakovigilanz-Manager*in ist verantwortlich für die Überprüfung und Bewertung von Sicherheitsdaten, die aus klinischen Studien und nach der Markteinführung gesammelt werden. Dies erfordert ein tiefes Verständnis der regulatorischen Anforderungen und der Fähigkeit, komplexe Daten zu interpretieren. Regelmäßige Berichterstattung an die zuständigen Behörden und die Sicherstellung der Einhaltung von Vorschriften sind wesentliche Bestandteile dieser Position.
Darüber hinaus ist die Koordination und Schulung von Mitarbeitern im Bereich der Arzneimittelsicherheit ein integraler Bestandteil der Rolle. Dies beinhaltet die Entwicklung von Schulungsprogrammen und die Durchführung von Workshops, um sicherzustellen, dass das gesamte Team über die neuesten Entwicklungen und Best Practices informiert ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Rolle ist die Kommunikation mit externen Partnern und Interessengruppen. Ein*e erfolgreiche*r Pharmakovigilanz-Manager*in muss in der Lage sein, komplexe Informationen klar und präzise zu vermitteln und Beziehungen zu wichtigen Interessengruppen aufzubauen und zu pflegen.
Anforderungen an eine*n Pharmakovigilanz-Manager*in
- Abschluss in Pharmazie, Medizin oder einem verwandten Bereich
- Mindestens 5 Jahre Erfahrung in der Pharmakovigilanz
- Kenntnisse der regulatorischen Anforderungen und Leitlinien im Bereich der Arzneimittelsicherheit
- Starke analytische Fähigkeiten und Erfahrung im Umgang mit Sicherheitsdaten
- Exzellente Kommunikationsfähigkeiten in Deutsch und Englisch
Mögliche Fragen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch
Operative und situative Fragen
- Beschreiben Sie einen Fall, in dem Sie eine potenzielle Medikamentensicherheitsbedrohung identifiziert und gelöst haben. Wie sind Sie vorgegangen?
- Wie priorisieren Sie Aufgaben, wenn Sie mit mehreren Berichten über Nebenwirkungen gleichzeitig konfrontiert sind?
- Erzählen Sie von einer Situation, in der Sie komplexe Sicherheitsdaten analysieren mussten. Welche Schritte haben Sie unternommen, um sicherzustellen, dass Ihre Analyse korrekt war?
- Wie gehen Sie mit einem Konflikt zwischen regulatorischen Anforderungen und kommerziellen Interessen um?
- Haben Sie schon einmal in einer Krisensituation im Bereich der Arzneimittelsicherheit gehandelt? Wie haben Sie die Situation bewältigt?
Rollenspezifische Fragen
- Welche Erfahrung haben Sie mit der Implementierung von Pharmakovigilanz-Systemen?
- Wie bleiben Sie über die neuesten regulatorischen Änderungen im Bereich der Arzneimittelsicherheit informiert?
- Welche Schritte unternehmen Sie, um sicherzustellen, dass Ihr Team die Anforderungen der Pharmakovigilanz erfüllt?
- Können Sie ein Beispiel für einen erfolgreichen Schulungsworkshop im Bereich der Arzneimittelsicherheit geben, den Sie geleitet haben?
- Wie integrieren Sie Pharmakovigilanz-Daten in die strategische Planung Ihres Unternehmens?
Fragen zu Verhalten und Persönlichkeit
- Wie gehen Sie mit Stress um, insbesondere wenn es um kritische Entscheidungen in der Arzneimittelsicherheit geht?
- Beschreiben Sie eine Zeit, in der Sie kreativ sein mussten, um ein Problem zu lösen. Was war das Ergebnis?
- Wie würden Sie Ihre Kommunikationsfähigkeiten einschätzen, und wie tragen sie zu Ihrem Erfolg in dieser Rolle bei?
- Geben Sie ein Beispiel für eine Situation, in der Sie Ihre ethischen Überzeugungen in den Vordergrund stellen mussten. Wie haben Sie gehandelt?
- Wie fördern Sie ein positives Arbeitsklima in Ihrem Team?
Wer sollte an einem Interview mit einem/einer Pharmakovigilanz-Manager*in teilnehmen?
Idealerweise habe Sie einen mehrstufigen Interview-Prozess. In einem ersten kurzen Interview können die Kommunikationsfähigkeit sowie die generelle Eignung des Kandidaten geprüft werden. Hierzu reicht in der Regel die Teilnahme eines Recruiters. In weiteren Prozess-Schritten sollten neben dem Recruiter auch Vorgesetzte und Kollegen aus dem Fachbereich dabei sein, um die fachlichen Fähigkeiten des Kandidaten zu bewerten.
Die Organisation von Interview-Terminen kann mitunter sehr aufwändig sein und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, was zu einer signifikanten Verlängerung der Time to Hire führen kann.
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Wie bewerte ich eine/n Bewerber/in direkt nach dem Interview?
Eine strukturierte Bewertung nach dem Interview ist entscheidend, um objektive und vergleichbare Entscheidungen zu treffen. Mit einer Scorecard lassen sich die wichtigsten Kriterien wie Fachkompetenz, kulturelle Passung und Soft Skills gezielt bewerten. Dabei wird jedem Kriterium eine Gewichtung und eine Punktzahl zugewiesen, um am Ende ein klares Gesamtbild zu erhalten. Mit OnApply können Sie solche Scorecards direkt im Tool abbilden, Bewertungen erfassen und so den Auswahlprozess effizient und transparent gestalten.