Unser großes Recruiting-Glossar

Es gibt viele Begriffe im Recruiting und es werden täglich mehr. Deswegen haben wir für Sie ein Glossar zusammengesetzt in dem alle Begriffe kurz und knackig erklärt sind.

Schreiben Sie uns gerne wenn Sie noch Ergänzungswünsche haben.

A

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird umgangssprachlich auch als Antidiskriminierungsgesetz bezeichnet. Durch dieses Gesetz wird die Gleichberechtigung aller Arbeitnehmer:innen und Auszubildende der Privatwirtschaft gesichert. Konkret ist es das Gesetz das „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll“. Das Gesetz muss im Arbeitsalltag sowie im Bewerbungsprozess geachtet werden. Deswegen gibt es bei Stellenanzeigen z.B. immer ein (m/w/d) hinter dem Jobtitel.

Anforderungsprofil

Das Anforderungsprofil ist Teil einer Stellenbeschreibung. Hier wird festgehalten welche Qualifikationen (Bildung, fachliche Kenntnisse etc.) die Person haben muss, die die Stelle besetzt.

Anzeigen-Laufzeit

Die Anzeigen-Laufzeit bestimmt wie lange die Anzeige online zu sehen ist. Die gängigsten Laufzeiten sind: 14, 30, 60, 90 und 365 Tage.

Anzeigen-Positionierung

Die Anzeigen-Positionierung ist elementar wichtig. Jobbörsen werden in Generalisten und Fachportale unterschieden. Je nach Jobbeschreibung sollte die Anzeige in den optimalen Kanälen positioniert werden.

API / Schnittstelle

API steht für “Application Programming Interface” und bezeichnet eine Programmierschnittstelle. Die Anbindung erfolgt auf Quelltext-Ebene. APIs kommen in vielen Anwendungen zum Einsatz und werden im Webumfeld in Form von Web-APIs genutzt.

B

Besucherzahlen (Unique Visitors)

Diese Zahl ist wichtig um zu sehen, wieviele Besucher:innen die einzelnen Jobbörsen haben. Dabei wird ein eindeutiger Nutzer / eindeutige Nutzerin einer Website gezählt, der / die in einem bestimmten Zeitraum eine Seite aufruft. Ruft er / sie innerhalb dieses Zeitraums die Seite erneut auf, erkennt das System die IP-Adresse und zählt die Aktivität als ´Seitenaufruf, jedoch nicht als unique visit. Dabei gilt: Je mehr Besucher:innen ein Jobportal verzeichnet desto mehr potenzielle Bewerber:innen erreicht ein Unternehmen.. Achten Sie jedoch darauf dass kleine spezialisierte Jobbörsen weniger, dafür aber höherwertige Besucher:innen haben werden,, d.h. weniger Streuverlust.

Besucherzahlen (Unique Visitors)

Diese Zahl ist wichtig um zu sehen, wieviele Besucher:innen die einzelnen Jobbörsen haben. Dabei wird ein eindeutiger Nutzer / eindeutige Nutzerin einer Website gezählt, der / die in einem bestimmten Zeitraum eine Seite aufruft. Ruft er / sie innerhalb dieses Zeitraums die Seite erneut auf, erkennt das System die IP-Adresse und zählt die Aktivität als ´Seitenaufruf, jedoch nicht als unique visit. Dabei gilt: Je mehr Besucher:innen ein Jobportal verzeichnet desto mehr potenzielle Bewerber:innen erreicht ein Unternehmen.. Achten Sie jedoch darauf dass kleine spezialisierte Jobbörsen weniger, dafür aber höherwertige Besucher:innen haben werden,, d.h. weniger Streuverlust.

Bewerber-Pipeline

In der Bewerber-Pipeline, einer Art Datenbank sind die Bewerber:innen erfasst die Personaler:innen aktiv bereithalten, einzustellen. Vor einer erneuten externen Ausschreibung kann diese Sammlung an interessanten Talenten nach passenden Kandidatinnen und Kandidaten durchsucht werden und idealerweise bereits den passenden Bewerber bereithalten. Durch aktive Ansprache kann er oder sie auf die zu besetzende Vakanz aufmerksam gemacht werden und damit die Zeit zur Besetzung der Stelle verkürzt und die Kosten gesenkt werden. Der Unterschied zwischen Pipeline und Bewerberpool ist, dass im Bewerberpool auch Bewerber:innen liegen, die Sie nicht unmittelbar einstellen würden und ihre Entwicklung beobachten möchten.

Bewerber-Rücklauf

Der Bewerberrücklauf einer Stellenanzeige bezieht sich auf die Quantität und Qualität der Bewerbungen. Eine perfekte Stellenanzeige bietet als Richtwert 10 Bewerber:innen von denen alle auf die Stelle passen und 3 Bewerber:innen direkt eingestellt werden könnten. Erfahrungsgemäß, variiert dieser Wert je nach Portal und Vakanz stark.

BMS (engl. ATS)

BMS sind Bewerbermanagement-Systeme bzw. Applicant Tracking Systems, die den Bewerbungsprozess vereinfachen und alle Aufgaben in einer einzigen Software konzentrierten. Beispielsweise ermöglicht die Software mit nur wenigen Handgriffen:
Stellenausschreibungen zu erstellen und zu schalten,
eingehende Bewerbungen zu verwalten und mit Teammitgliedern zu teilen,
Bewerber zu evaluieren, zu kontaktieren und einen Talentpool aufzubauen, u.v.m.
Die Systeme helfen also dabei, Bewerber zu generieren, Bewerberströme effizient und effektiv zu verwalten und den gesamten Recruiting-Prozess zu beschleunigen und zu optimieren.

C

Candidate Experience

Candidate Experience ist das Bewerbungserlebnis der Kandidatinnen und Kandidaten während des Bewerbungsprozesses. Es hat deutlichen Einfluss auf das Arbeitgeberimage. Employer Brands können stark von Bewerbererlebnissen profitieren bzw. erheblich darunter leiden. Ist die Candidate Experience ungenügend, ist die Abbruchquote während des Bewerbungsprozesses hoch und die Effizienz der Anzeige wird deutlich reduziert.

Chiffre-Anzeige

Eine Chiffre-Anzeige ist eine anonyme Stellenanzeige. Zum Beispiel sucht die Muster GmbH eine neue Geschäftsführerin. Jedoch soll die Konkurrenz nicht erfahren, dass Sie jemanden suchen. Deswegen schreibt ein Dienstleister die Stelle für die Muster GmbH aus.

Corporate Design

CD ist das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens im Rahmen und zur Unterstützung der von der Corporate Identity vorgegebenen Ziele. Das Corporate Design soll das Unternehmen nach innen und außen als Einheit erscheinen lassen, insbesondere durch formale Gestaltungskonstanten. Dazu gehören bei Stellenanzeigen besonders Logo, Farbe, Bildersprache und Schreibstil.

Cost of Vacancy

Die Cost of Vacancy drückt aus, wie hoch die Kosten sind, die pro Tag durch eine nicht besetzte Stelle entstehen. Sie können diese Kosten für jede Ihrer Positionen berechnen. Eine Beispielrechnung finden Sie hier: https://onapply.de/recruiting-prozesse/cost-of-vacancy

D

Demografischer Wandel

Demografischer Wandel beschreibt die Verschiebung des Demografischen Rahmens. Grund dafür ist der Geburtenrückgang bei gleichzeitig steigender Zahl an älteren Menschen.
Laut statistischem Bundesamt übersteigt seit 1973 die Sterberate jährlich die Geburtenrate. Ähnliche Entwicklungen sind in weiteren westlichen Industriestaaten erkennbar. Für den Arbeitsmarkt bedeutet das eine zunehmende Alterung der Belegschaft. Für ausscheidende 60-70-jährige Fach-und Führungskräfte stehen zunehmend weniger 20-40-jährige, gut ausgebildete Arbeitskräfte zur Verfügung. Das führt z.B. auch zum “War for Talents”. Daneben wird der strategische Ansatz der Führungskräfteentwicklung wichtiger. Der Pool junger Talente wird demnach gerade seit den 1990er-Jahren kleiner. Bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum und höherem Bedarf an Führungskräften wird die optimale Besetzung offener Vakanzen zunehmend zu einer Herausforderung.

Diversity Management

Diverstity Management beschreibt die konstruktive Nutzung der in einem Unternehmen vorzufindenden personellen und sozialen Vielfalt. Voraussetzung ist ist die Anerkennung des Nutzens unterschiedlicher Eigenschaften von Menschen. Zu betrachtende Bereiche sind die kulturelle, ethnische und soziale Herkunft, die Akzeptanz zur freien Religionsausübung und sexuellen Orientierung. Um das Potential der Belegschaft voll zur Entfaltung zu bringen ist es Aufgabe der Personalverantwortlichen diese Vielfalt zu identifizieren und zu managen.

DSGVO

Mit der Datenschutz-Grundverordnung, die seit 25. Mai 2018 in Kraft ist, werden die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch die meisten Datenverarbeiter:innen, sowohl private wie öffentliche, EU-weit vereinheitlicht.

E

Einstellungszeitraum/ Time-to-Hire

Die Time to Hire ist die Zeit von der Ausschreibung bis zur Besetzung einer Stelle. Im Durchschnitt liegt diese Kennzahl in Deutschland bei 42 Tagen. Gelingt es Ihnen diese Zeit möglichst kurz zu halten, sparen Sie bares Geld. Denn eine unbesetzte Stelle ist teuer (siehe Cost of Vacency)

Stellenanzeigen-Einzelschaltung

Eine Einzelschaltung ist eine Schaltung einer Stellenanzeige auf genau einer Jobbörse.

E-Recruitment

bezeichnet die Unterstützung der Personalbeschaffung durch elektronische Medien

Employee Experience

EX (Employer Experience) beschreibt alles, was eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter
beobachtet, fühlt und interagiert als Teil eines Unternehmens. Entwicklungen im Arbeitsmarkt zeigen, dass seit den 2010er-Jahren die Bemühungen genauso vom (potentiellen) Arbeitgeber ausgehen sollten, um mögliche Bewerber:innen für sich zu gewinnen. Laut dem Linkedin- Global Talents Trends Report 2020 sagen 96% der jungen Talente, dass positive Arbeitgebererfahrungen im Bewerbungsprozess und während des Arbeitsverhältnisses an Bedeutung gewinnt. Relevante Kategorien sind

  • Teamzusammensetzung/Vorgesetzte
  • Örtlichkeit (Büro, Homeoffice-Möglichkeit, Verkehrsanbindung etc. )
  • Produkt/Dienstleistung für die man steht
  • Arbeitsprozesse (Regeln und Normen, eingesetzte Technologien,
  • Entlohnungsmodell (Festgehalt, Prämien, Mitarbeitervorteile

Employer Brand (Arbeitgebermarke)

In Fachartikeln und wissenschaftlichen Artikeln am häufigsten referenziert ist die Definition der Deutschen Employer Branding Akademie von 2006:
„Employer Branding ist die identitätsbasierte, intern wie extern wirksame Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber. Kern des Employer Brandings ist immer eine die Unternehmensmarke spezifizierende oder adaptierende Arbeitgebermarken-Strategie. Entwicklung, Umsetzung und Messung dieser Strategie zielen unmittelbar auf die nachhaltige Optimierung von Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterbindung, Leistungsbereitschaft und Unternehmenskultur sowie die Verbesserung des Unternehmensimages. Mittelbar steigert Employer Branding außerdem Geschäftsergebnis sowie Markenwert.“

Eye-Tracking Studie

Bei einer Eye-Tracking Studie werden die Augenbewegungen der Teilnehmer:innen genau aufgezeichnet. Wird diese Technik auf eine Stellenanzeige angewendet, sieht man genau wie diese gelesen wird. Dadurch lernt man wiederum, wie die perfekte Stellenanzeige aufgebaut sein muss.

F

Fachkräftemangel

Als Fachkraft versteht man jemanden, der mindestens eine 2-jährige Berufsausbildung absolviert und/oder akademischen Abschluss erlangt hat. In westlichen Ländern herrscht durch das Ausscheiden der Babyboomer-Generation (Jahrgänge ‘45 – Anfang 1960) ein Fachkräfteengpass, der in vielen Branchen bereits zum Fachkräftemangel übergegangen ist.

Führungskräfteentwicklung

Dieser Teilbereich der Personalentwicklung verfolgt das Ziel, den aktuellen und zukünftigen Bedarf an entsprechend qualifizierten Führungskräften abzudecken. Dabei steht die langfristige fachliche und personenbezogene Förderung im Mittelpunkt.

G

Generation Y

Die Generation Y bezeichnet die Geburtenjahrgänge 1980 und 1995. Sie sind die erste Generation der Digital Natives. und werden auch als Millennials bezeichnet. Die Generation Y ist viel diskutiert, da sich ihre Sicht auf die Arbeitswelt signifikant von der der vorherigen Generationen unterscheidet. Das Y, englisch auch für why (warum) beschreibt die Tendenz, Dinge zu hinterfragen. Sowohl in der Berufswelt als auch im Privaten werden bestehende Konventionen in Frage gestellt.
Eine ausgeglichene Work-Life-Balance tritt in den Vordergrund. Berufs- und Privatleben sollen im Gleichgewicht sein. Das beinhaltet flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Sabbaticals. Ein wichtiges Thema ist dabei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (siehe auch “Work-Life-Balance”). Die Definition von Erfolg verändert sich spürbar im Verlauf der Generationen X und Y. Zunehmend gehören Leistung und Lebensgenuss untrennbar zusammen. Statussymbole sind nicht mehr unbedingt der Benz in der Auffahrt und die Rolex am Arm, sondern das neueste Smartphone oder die Anzahl der Instagram-Follower.

Generation Z

Die Menschen der Generation Z erblickten ca. in den Jahren 1995-2012 das Licht der Welt. Diese Generation ist die zweite Generation Digital Natives und kennen keine Welt ohne World Wide Web, Social Media und co. In Ländern mit einer relativ niedrigen Geburtenrate und einer florierenden Wirtschaft profitieren Angehörige der Generation Z von der Tatsache, dass über Jahre altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt Ausscheidende zahlreicher sind als in den Arbeitsmarkt nachrückende Schul- und Hochschulabgänger.

H

Hardskills

Harte Faktoren beziehen sich auf die fachliche Kompetenz. Diese sind objektiv und messbar und oft mit dem Begriff Fachkompetenz gleichgesetzt.

Headhunter

Ein Headhunter hilft Unternehmen bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeiter:innen. Der Headhunter, auch Personalvermittler:in genannt, wird damit beauftragt,l passende Kandidatinnen und Kandidaten zu finden die für die offene Stelle in Frage kommen. Diese sucht der Headhunter über verschiedene Wege aber vor allem über sein Netzwerk. Wird ein, vom Headhunter, vorgeschlagener Kandidatin oder Kandidat ausgewählt, so erhält der Headhunter eine Vermittlungsprovision. Da sich Fach-und Führungskräfte oftmals in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, werden sie per Direktansprache abgeworben, weshalb man von einer Form der Kopfgeldjagd spricht.

HTML-Anzeige

Die HTML Anzeige beschreibt das Format einer Stellenanzeige auf einer Jobbörse. HTML steht für Hypertext Markup Language. Diese „Sprache“ ist die Grundlage des Internets. Es ist die Sprache die Ihr Webbrowser versteht (Internet Explorer / Microsoft Edge, GoogleChrome etc.).

High Potential

bezeichnet eine Nachwuchskraft, die durch ihre Persönlichkeit und/oder fachliche Kompetenz einen hohen Wert für ein Unternehmen darstellt und als potentielle Führungskraft eingeschätzt wird. Im “War for Talents” stehen die High Potentials zumeist im Mittelpunkt des Interesses.

I
J

Jobbörse

Eine Jobbörse bezeichnet ein Portal/Ort an dem Stellenanzeigen ausgeschrieben werden. In Deutschland gibt es über 1.600 Jobbörsen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Generalisten, ohne bestimmte Branchen-/ Zielgruppenausrichtung und Fachportalen.

K

Keywords / Schlagworte (Stellenanzeige)

Für Stellenanzeigen lassen sich auf verschiedenen Jobbörsen Schlagwörter hinterlegen. Viele Jobbörsen hinterlegen diese auch automatisch. Schlagwörter helfen dabei Ihre Stellenanzeige auffindbarer zu machen. Bei einer Stellenanzeige sollte deshalb immer auf die Verwendung der möglichen Suchbegriffe geachtet werden, nach denen potentielle Bewerber später zu Ihrer Anzeige finden sollen. Bei einem Sales-Manager sollten möglichst ebenfalls die Keywords Vertrieb und Verkauf aufzufinden sein, damit ein Interessent Ihre Ausschreibung überhaupt findet.

Klickstatistik

Die Klickstatistik beschreibt, wie oft die Anzeige angeklickt/gesehen wurde. Anhand dieser Kennzahlen lassen sich verschiedene Schlüsse ziehen. Ist der Stellentitel richtig gewählt, ist der Kanal der Veröffentlich der beste? Sollte ich eher auf eine größere Plattform wechseln und unter Umständen etwas mehr investieren? Mehr Klicks bedeutet auf der anderen Seite nicht immer viele gute Bewerbungen. Unter Umständen sind eine Handvoll hervorragender Bewerber:innen bereits ausreichend für die optimale Ergänzung des Teams.

KMU

Mikro-, Kleine und mittelgroße Unternehmen werden anhand von Kenndaten (Mitarbeiterzahl, Umsatz und Bilanzsumme) sowie der Unternehmensstruktur bestimmt. Danach zählt ein Unternehmen zu den KMU, wenn es nicht mehr als 249 Beschäftigte hat und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen € erwirtschaftet oder eine Bilanzsumme von maximal 43 Millionen € aufweist.

Kontingent (Stellenanzeigen)

Beim Kauf eines Kontingents an Stellenanzeigen bestellen Sie mehr als eine Stellenanzeige um diese für mehrere Ausschreibungen zu verwenden. Durch den Einkauf einer größeren Menge gewährt das jeweilige Jobportal signifikante Rabatte. Die Anzeigen müssen jedoch innerhalb eines vereinbarten Zeitraums (z.B. 12 Monate) in Anspruch genommen werden.

Kooperationspartner

Als Kooperationspartner (Jobbörsen) versteht man Webseiten, Jobbörsen oder Foren die mit einer größeren Plattform kooperieren. Diese Kooperationspartner spiegeln die Stellenanzeigen der großen Portale. Dadurch wird die Anzeige auf zusätzlichen fachspezifischen Portalen dargestellt und eine größere Sichtbarkeit gewährleistet.

L

Lektorat

Beim Lektorat wird Rechtschreibung und Grammatik in der Stellenanzeige überprüft. Als Personaler:in erwarten Sie makellose Bewerbungen, geben Sie dem Bewerber also ebenfalls eine attraktive und makellose Stellenanzeige.

M

Metajobbörse

Eine Metajobbörse ist eine Jobsuchmaschine. Zusätzlich zu Stellenanzeigen die sie selber veröffentlichen, „crawlen“/sammeln sie Anzeigen von anderen Jobbörsen und Unternehmens-Karriereseiten. Dadurch bieten Sie dem Bewerber eine zentrale Jobbörse für alle Ausschreibungen. Beispiele sind hier Indeed.de, kimeta.de und Jobworld.de.

MINT-Berufe

Unter der Abkürzung MINT verbergen sich die Begriffe: „Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik“
Berufe aus dieser Richtung, wie z.B. Bauingenieur (m/w/d), Elektrotechniker (m/w/d) oder Webentwickler (m/w/d) werden als MINT-Berufe bezeichnet. In Deutschland sind rund 10 Mio. von knapp 44 Mio. Erwerbstätigen (Quelle FAZ 2020) in MINT-Berufen tätig.

Millimeterpreis

Der Millimeterpreis ist die Berechnungsgrundlage für Printanzeigen. Aus der Gesamtfläche der Anzeige und der Farbwahl ergibt sich der Gesamtpreis einer Print-Anzeige. Der Gesamtpreis für eine Zeitungsanzeige berechnet sich aus Spaltenzahl*Höhe in Millimetern*Grundpreis.
Bei Online-Portalen ist in der Regel die Anzeigengröße nicht ausschlaggebend für den Preis.

Multiposting

Verbreitung von Stellenangeboten bei einer Schaltung auf mehreren Plattformen. Z.B. klassische, branchenspezifische und netzwerkorientierte Stellenbörsen oder Social-Media-Kanäle. Ziel ist in der Regel die Maximierung der Reichweite und Bespielung verschiedenster Kanäle. Vorteil von Multiposting ist, dass man mit der Erstellung und Schaltung einer einzigen Anzeige eine breite Masse erreicht. Nachteil ist ein hoher Streuverlust, d.h. man kann unter Umständen nicht genau steuern, welche Zielgruppe man erreicht. Es ist die Schrotflinten-, nicht die Scharfschützen-Methode. Oftmals steigt die Quantität der eingehenden Bewerbungen durch Multiposting wobei die Qualität eher zurückgeht im Vergleich zur gezielten Schaltung auf Fachportalen.

N

Nachfolgeplanung

bezeichnet den konkreten Teilbereich der Personalplanung, der sich auf die (Nach-) Besetzung von Führungspositionen konzentriert. Die Nachfolgeplanung sollte langfristig angelegt sein und Faktoren, wie den demografischen Wandel berücksichtigen.

Nebentätigkeit

Es kommt immer wieder vor, dass Unternehmen meinen, eine Nebentätigkeit des Arbeitnehmers / der Arbeitnehmerin verbieten zu dürfen oder von ihrer Erlaubnis abhängig zu machen.
Dabei bedarf eine Nebentätigkeit grundsätzlich nicht der Genehmigung des Arbeitgebers. Im Rahmen eines Arbeitsvertrages verpflichtet sich der Arbeitnehmer nur zur „Leistung der versprochenen Dienste“ ( § 611 Absatz 1 BGB).
Soweit die Nebentätigkeit beruflich ausgeübt wird, kann sich der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin auf das Grundrecht der freien Berufswahl berufen. Abweichende Regelungen gelten nur für Beamtinnen und Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst.

New Work

Die sich im 21. Jahrhundert entwickelnde Arbeitswelt bedarf gewisser Anpassungen der Unternehmen und der Arbeitnehmer:innen. Neue Studien zeigen, dass ein höherer Wert auf die ideale Kombination von Privat- und Berufsleben gelegt wird. Stichworte sind [Work-Life-Balance] und [Employee-Experience]. Schon beim Bewerbungsprozess wird klar, dass in Zeiten von New Work dieser Prozess keine Einbahnstraße mehr ist, sondern ein Unternehmen sich gerade bei Fach-und Führungskräften ebenfalls bewerben und sich interessant und interessiert zeigen. Aspekte von New Work sind unter anderem folgende Punkte:

  • Zusammenarbeit in und zwischen verschiedenen Teams,
  • Transparenz im Unternehmen und im Recruiting,
  • selbstständiges Arbeiten und Lernen,
  • offene Kommunikation und Kollaboration,
  • Gemeinschaft im Arbeitsalltag und
  • Partizipation an Projekten, um gemeinsame Ziele bestmöglich zu erreichen.

 

O

Onboarding

Unter Onboarding versteht man den Prozess bei dem ein neuer Mitarbeiter / eine neue Mitarbeiterin in das Unternehmen und seine / ihre Stelle eingeführt wird (Vom Senden des Arbeitsvertrags, über ein Willkommens-event, bis hin zur Einführung in die neue Position).

P

Personalentwicklung

Die Förderung und Entwicklung von Leistungsträgerinnen und -trägern gewinnt für Unternehmen an Bedeutung. Der arbeitsmarktliche Wandel und die permanente Verkürzung der Halbwertzeit von Wissen fordert einen verstärkten Einsatz vom Arbeitgeber, die Kompetenzen seiner Mitarbeiter:innen auszubauen. Auch der technische und organisatorische Wandel verlangt einen anhaltenden Lernprozess. Die Unterstützung der Mitarbeiter:innen in ihrer professionellen und persönlichen Entwicklung ermöglicht außerdem, Leistungs- und Kernkompetenzträger:innen langfristig an das Unternehmen zu binden.

Q
R

Rahmenvertrag

Ein Rahmenvertrag regelt die Bedingungen (Preis, Anzahl und Art)der Leistung, z.B. Stellenanzeigen. Mit Einzelverträgen werden diese fixierten Konditionen abgerufen. Beispielsweise wird ein Rahmenvertrag über 100 Stellenanzeigen auf ein Jahr geschlossen. Der Preis und Typ der Stellenanzeige (welches Online-Portal und Anzeigenlaufzeit) bleibt stabil und abgerechnet wird per Einzelrechnungen, für die nach Bedarf abgerufenenen Anzeigen. Wird die vereinbarte Anzahl in der Vertragslaufzeit nicht bestellt, ist das Restkontingent als Summe zu zahlen. Oft lässt sich ein Rahmenvertrag zu gleichen Konditionen verlängern. Ein Rahmenvertrag verbessert für alle Seiten die Planungssicherheit.

Recruiter

ist eine Berufsbeschreibung innerhalb einer Human Resource-Abteilung.
Verantwortungsbereich ist die Bewerbersuche/Kandidatensuche für offene Vakanzen im Unternehmen oder Kundenunternehmen.

Refresh

Wenn Sie eine Stellenanzeige schalten, wird diese anfangs in der Suchergebnisliste ganz oben angezeigt. Jede neue Anzeige wird Ihre Anzeige weiter nach unten drängen. Durch ein Refresh wird das Schaltungsdatum zurückgesetzt und die Anzeige als neu veröffentlicht behandelt. Damit wird eine optimale Sichtbarkeit erreicht . Gängig sind 14-tägige Refreshs aber auch wöchentliche und Sonder- Refreshs sind möglich.

Retargeting

beschreibt ein Verfahren im Online-Marketing, bei dem ein(e) Webseitenbesucher:in (beispielsweise eines Webshops oder Jobbörse) markiert wird und in seinem weiteren Surfverlauf gezielte Werbung der Ursprungsseite eingeblendet bekommt. Auch mobile Apps können je nach Maketingnetzwerk angesprochen werden. Es entsteht ein Effekt der verfolgenden Werbung und erhöht die Chance, dass sich die gewünschte Zielgruppe erneut mit einem Produkt (oder Jobangebot) auseinandersetzt.

S

SaaS

SaaS steht für Software as a Service. Dabei wird die Software nicht nicht auf dem Rechner installiert, sondern liegt beim Softwarehersteller auf den Servern und der Nutzer greift nach Kauf einer Lizrenz darauf zu.

Social Recruiting

Bezeichnet die Rekrutierung über soziale Netzwerke (Facebook, Xing, Linkedin, etc.).

Softskills

Als Softskills werden im Personalmarketing sogenannte “weichen Faktoren” bezeichnet. Die betreffenden Bereiche sind die personale, soziale und methodische Kompetenz. Wie ist der Umgang mit den Vorgesetzten, Kollegen und Kunden, ist die Arbeitsweise strukturiert und organisiert? Wie steht es mit der Kritikfähigkeit und der Selbstdisziplin? Die Softskills eines Bewerbers / einer Bewerberin sind oft neben den fachlichen Kenntnissen, der Qualifikation und Erfahrung das “Zünglein an der Waage”.

Stellenanzeige

Mit einer Stellenanzeige macht ein Unternehmen oder Personaldienstleister auf eine offene Vakanz aufmerksam. Eine Stellenanzeige enthält alle nötigen und gewünschten Informationen, die die betreffende Position betreffen, wie Jobbeschreibung, Aufgabenbeschreibung der Tätigkeit, Qualifikationsanforderungen, aber auch Vorteile, die den Bewerber beim neuen Arbeitgeber erwarten. In der Stellenanzeige wird außerdem die Möglichkeit aufgezeigt, wie eine Bewerbung erfolgen soll. Der Trend geht seit den 1990er-Jahren weg von der Print-Anzeige in Zeitungen hin zu digitale Anzeigen bei Online-Stellenportalen oder bei sozialen Medien.

Spiegelung (Stellenanzeige)

Mit der Spiegelung einer Stellenanzeige verspricht ein Jobportal die gleichzeitige Veröffentlichung auf Online-Partnerportalen oder zum Teil auch als Print-Version. Zweck einer Spiegelung ist die Zusätzliche Sichtbarkeit z.B. auf Fachportalen und damit die Erhöhung der Reichweite.

Beispiel: Sie schalten eine Stellenanzeige auf Stepstone. Die Kooperationspartner von Stepstone können diese Anzeige dann auf Ihrem Portal „spiegeln“. Dadurch erreichen Sie Bewerber von spezialisierten Jobbörsen wie z.B. DocCheck.

Hinweis: Achten Sie bei Angeboten von Agenturen darauf, dass Ihnen keine Kooperationspartner in Rechnung gestellt werden, als Kostenpunkt aufgeführt oder zur Schönung des Gesamtrabatts genutzt werden.

Stellenanzeigen Marketing (SAM)

Stellenanzeigen Marketing umschreibt die folgende Aktivitäten:

  • Positionierung der Stellenanzeigen auf den passenden Jobbörsen, Sozialen
  • Netzwerken, Foren, Universitäten etc.
  • Optimierung der Anzeige (Design, Lektorat, AGG-Prüfung)
  • Schaltung & Verwaltung der Stellenanzeige

 

Streuverlust

Überschreitung des Rahmens der anvisierten Zielgruppe, die mit der Werbebotschaft oder Stellenausschreibung erreicht werden soll.

Suchmaschinenoptimierung (SEO – Search Engine Optimization)

Der Begriff Suchmaschinenoptimierung umschreibt die Optimierung von Webseiten, so dass sie möglichst auf den obersten Plätzen bei Google aufzufinden sind. Diese Thematik wird auch bei Stellenanzeigen wichtig, da immer mehr Bewerber direkt über Google auf Jobsuche gehen.

Suchmaschinenmarketing (SEA – Search Engine Advertising )

beinhaltet kostenpflichtige Marketingmaßnahmen im Suchmaschinenumfeld. Ziel ist die bessere Auffindbarkeit des werbenden Unternehmens und dessen Inhalten. Das kann zum einen die verbesserte Listung in den Suchergebnissen betreffen als auch spezielle Bereiche oberhalb oder neben den organischen Suchergebnissen. Die simpelste Form ist die zusätzliche Verschlagwortung (Keywords) und damit Verknüpfung der Suchbegriffe mit dem beworbenen Inhalt. Darüber hinaus sind die Möglichkeiten (z.B. bei Google) nahezu unbegrenzt.

T

Talentpool

In Talentpools werden abgelehnte Bewerber:innen gesammelt und können bei der Vergabe neuer Stellen wieder in Betracht gezogen und angesprochen werden. Die Aufnahme in den Talentpool erfolgt nach Einwilligung des Bewerbers / der Bewerberin.

U

Usability

Benutzerfreundlichkeit (von “use” + “ability”) meint die simple und intuitive Interaktion eines Nutzers mit einer Software oder einem Produkt. Eine hohe Zufriedenheit des Anwenders ist der gewünschte Effekt.

V

Vakanz

Eine Vakanz ist eine unbesetzte Arbeitsstelle.

W

War for Talent

Der Begriff War for Talent wurde 1997 erstmals von der Beratungsfirma McKinsey geprägt. Der Begriff beschreibt einen steigenden Wettbewerb für die passenden/talentiertesten Mitarbeiter:innen.

Work-Life-Balance

beschreibt ein ausgeglichenes Verhältnis von Berufs- und Privatleben. Der Anspruch ist, die persönlichen Interessen mit den Anforderungen des Berufslebens in Einklang zu bringen, um für sich selbst ein ausgeglichenes Verhältnis dieser beiden “Welten” herzustellen. Folgende Punkte sind Einflussfaktoren:

    • psychische und physische Gesundheit
    • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
    • Hobbies
    • Selbstverwirklichung im Job
    • Gehaltsvorstellung
    • ganzheitliche Zufriedenheit

Dabei gilt nicht in jedem Fall weniger Arbeit = mehr Zufriedenheit

oder

Ausübung der (zeit- und kostenintensiven) Hobbies = weniger Belastbarkeit im Beruf usw.

X
Y
Z